Thüringen trumpft bei Bundesfinale der Fairplay-Soccertour groß auf


Die Deutschen Meister sowie die Fairplay Sieger der Sparkassen Fairplay Soccer Tour 2019 wurden vom 25. bis 27. Juli in Prora ermittelt. Das Gelände der Jugendherberge auf der Insel Rügen verwandelt sich anlässlich dieses Events jährlich in eine kleine Sportmetropole. Über 3.000 Teilnehmer aus 296 qualifizierten Teams waren an die Ostsee gereist um in spannenden Spielen die sportlichsten und die fairsten Sieger in den einzelnen Altersklassen zu ermittelten. Dabei stand das Thema Fairplay natürlich im Mittelpunkt des Events.

Von März bis Juli fanden 42 Vorrundenturniere sowie acht Landesfinals in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Daran hatten insgesamt 22.000 Spieler teilgenommen. Pro Turnier wurden bis zu 200 Spiele ausgetragen. Bei allen Turnieren der „Sparkassen Fairplay Soccertour 2019“ wurde das Thema Fairplay im Sport aufgegriffen und in der Praxis gelebt.

Thüringen mit sehr guten sportlichen Ergebnissen und fünf Fairplay Siegern
52 qualifizierte Teams aus Thüringen waren an die Ostsee gereist und stellten fünf von acht Fairplay Siegern. Auch sportlich waren die Thüringer mit drei Siegertiteln, vier zweiten Plätzen und zwei dritten Plätzen ganz vorn mit dabei. Dabei waren die Mädchen diesmal erfolgreicher als ihre männlichen Mitstreiter. Am erfolgreichsten schnitten die Altenburger Mädchen vom Team „Meine persönlichen Favoriten“ ab. Sie holten sich den Deutschen Meistertitel im Streetsoccer und wurden Fairplay Sieger in der Altersklasse ü18 weiblich.

Programm „Integration durch Sport“ unterstützt die Tour
Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ das über den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat gefördert wird, unterstützte die Sparkassen Fairplay Soccer Tour auch in diesem Jahr insbesondere für die Durchführung einer Vielzahl von Bildungsangeboten. DOSB-Vizepräsident Andreas Silbersack, Wolfgang Zender, Verbandsgeschäftsführer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Achim Wagner, Vizepräsident Mastercard, Urs Kluger, Generalsekretär der UEFA Foundation, Christiane Bernuth, Präsidentin der deutschen Soccerliga und Christian Dahms, Generalsekretär des LSB Sachsen, konnten sich vor Ort von der Wirksamkeit der Fairplay-Initiativen des Bundesprogramms überzeugen.

Fairplay-Leuchtturm aus Legosteinen

In unmittelbarer Nähe zum Proraer Ostseestrand erwartete die Teilnehmenden ein großartiges Rahmenprogramm. 15 Workshops waren drei Tage dicht umlagert. Im Mittelpunkt stand natürlich der Fairplay Workshop, wo sich die Teilnehmer mit fairem oder unfairen Verhalten, nicht nur im Fußball sondern auch in der Gesellschaft auseinandersetzten. Das Highlight des Rahmenprogramms war der aus über 10.000 Legosteinen gestaltete Leuchtturm zum Thema Fairplay. Bereits in den Vorrundenturnieren ließen die Spieler parallel zu den Spielen ihre Fairplay Botschaft auf einen Legostein aufdrucken. Diese Steine wurden von der gesamten Tour gesammelt und in Prora zu einem über 2,50 Meter hohen Fairplay-Leuchtturm verbaut. So setzten die Teilnehmer ein Zeichen für Respekt und Vielfalt.

An den weiteren Stationen konnten Sportarten aus anderen Kulturen wie Cricket, Capoeira oder Gorodki kennengelernt werden. Crossboccia, Karate, Kopftischtennis und Trampolin ergänzten das Programm. An einer Anlage zur Ermittlung der Schussgeschwindigkeit wurden die schnellsten Torschützen im Fußball ermittelt. Alle Stationen wurden in die Fairplay-Wertung einbezogen. Diese Angebote wurden mit 70 Ehrenamtlichen aus Stützpunktvereinen und Kreissportbünden aus den einzelnen Landessportbünden und Landessportjugenden sowie Mitarbeitern des Programms „Integration durch Sport“ organisiert und angeleitet. Zusätzlich gab es noch Beteiligungsmöglichkeiten von Mastercard, den Sparkassen, der Polizei, dem Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden, der Bundeswehr, der Jugendherberge Prora und der Deutschen Soccerliga.

Zusätzlich wurden Fairplay-Botschafter geschult und eingesetzt und Socceranlagen für die Spieltage bereitgestellt. Zu jedem Turnier wurden begleitend von „Integration durch Sport“ geförderte Stützpunktvereine als „Leuchttürme“ der Integrationsarbeit präsentiert. An jedem Austragungsort der Tour vereinten sich ein sportpädagogisches Streetsoccer-Turnier mit einem Projekttag und hierin stattfindenden verschiedenen Workshops zu Themen wie interkulturelle und antirassistische Bildungsarbeit, Fairplay in der Gesellschaft und der Finanzwelt, politische Bildung oder gesundheitliche Aufklärung.
In diesem Jahr beteiligten sich 22.000 Kinder und Jugendliche an dem Projekt, bei dem vielfältige Impulse zum interkulturellen Lernen, zur Partizipation und zur Entwicklung ehrenamtlichen Engagements gegeben werden. Mit der Sparkassen Fairplay Soccer Tour möchten die beteiligten Bundesländer von „Integration durch Sport“ für dieses Thema sensibilisieren und ein Signal für Integration, Vielfalt, Zusammenhalt, Gleichberechtigung und Engagement senden. Das ist auch in diesem Jahr hervorragend gelungen!

Insgesamt 52 Teams aus Thüringen waren beim Bundesfinale in Prora dabei. Foto: Deutsche Soccerliga


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