Eine quantitativ ausreichende und qualitativ gute Situation von Sportstätten ist Basis für das Sporttreiben im Verein. Diese betreiben zunehmend Sportanlagen in Trägerschaft als Pächter von Gemeinden und Kommunen oder sind selbst Eigentümer. Mit diesem Engagement tragen Thüringer Sportvereine maßgeblich zur Mitgliederentwicklung und Gesunderhaltung bei. Um die Vereine zu unterstützen gibt es seit dem Jahr 2014 beim Landessportbund Thüringen das Förderprogramm „Vereinseigener Sportstättenbau“. Die entsprechenden Fördermittel stellt die Thüringer Staatskanzlei bereit – im Jahr 2025 erstmals 2.500.000 Euro.
Mit diesen Geldern können rund 50 Projekte realisiert werden, 97 Anmeldungen waren beim Landessportbund eingegangen – so viele wie nie. Auch das beim LSB beantragte Fördervolumen war mit 5.000.000 Euro so hoch wie nie zuvor. „Wir sind den Landtagsabgeordneten dankbar, dass sie trotz der angespannten Haushaltssituation im Freistaat die Mittel für den vereinseigenen Sportstättenbau im Jahr 2025 erstmals auf 2,5 Millionen Euro erhöht haben. Dadurch können wir immerhin knapp die Hälfte der antragstellenden Sportvereine auch von einer Sportstätten-Sanierung profitieren lassen“, erklärt LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel.
TSV Gleichamberg installiert Photovoltaik-Anlage mit Speicher
Besonders profitiert in diesem Jahr von den gestiegenen Fördermitteln der Landkreis Hildburghausen. Gleich fünf Projekte können hier realisiert werden. Höchstarbeit für den Geschäftsführer des Kreissportbundes (KSB) Hildburghausen, Ulrich Hofmann, der die symbolischen Scheckübergaben vor Ort übernahm. Zunächst erhielt der TSV Gleichamberg den Scheck in Höhe von 20.240 Euro. In Gleichamberg soll auf dem Sportlerheim eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher installiert werden. Die Gesamtmaßnahme hat einen Umfang von 33.700 Euro. 60 Prozent der Summe wird nun über den LSB Thüringen durch die Thüringer Staatskanzlei gefördert. Den Rest in Höhe von 13.460 Euro wollen die Gleichamberger durch Eigenleistungen absichern.
Beregnungsanlage für den SV 1919 Reurieth
Der SV 1919 Reurieth plant auf seinem Rasenplatz die Installation einer modern gesteuerten und in den Boden eingelassenen Beregnungsanlage. Diese neue Anlage soll eine gleichmäßige und effiziente Bewässerung des Rasens sicherstellen. Die Errichtung des Systems hätte auch den Vorteil, dass sie nachhaltig und ressourcenschonen arbeitet. Die Fördersumme beträgt 13.000 Euro.
Regeneration der Fußballplätze beim Hainaer SV nun möglich
Freude gab es auch beim Hainaer SV. An den Sportverein wurde ein Fördermittel-Scheck in Höhe von 28.750 Euro übergeben. Hier werden im Rahmen der Sportstättenförderung gleich zwei Schwerpunkte abgearbeitet. Es geht um die Erweiterung der Beregnungsanlage und um die Regeneration der beiden Spielfelder. Um die Bespielbarkeit der Fußballplätze zu gewährleisten sind regelmäßige Pflege- und Wartungsmaßnahmen durchzuführen. Für die Bewässerung ist eine Erweiterung der vorhandenen Anlage geplant, um eine gezielte Wasserversorgung durchzuführen und so den Bewuchs zu gewährleisten. Gerade bei den hohen Temperaturen ist dies elementar.
4-Bahnen-Anlage in Römhild wird modernisiert
Auch beim TSV 1860 in Römhild gab es einen Termin zur Scheckübergabe auf der Kegelbahn in Römhild. Und genau um diese 4-Bahnen-Bundesanalge geht es auch: hier wurden zuletzt umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Bis auf die Umstellung der Steuerungstechnik und der Stellautomaten. Dies musste aus ökonomischen Gründen verschoben werden. Diese ist aber sehr störanfällig und muss nun auch dringend erneuert werden. Und diese Maßnahme der Modernisierung der Steuerungstechnik und Stellautomaten wird nun in diesem Jahr gefördert. Hier entsteht somit eine moderne Kegelbahnsteuerung, die den gestiegenen Wettkampfanforderungen gerecht wird. Insgesamt beträgt die Investitionssumme 55.600 Euro. 33.350 Euro kommen als Förderung über die Thüringer Staatskanzlei vom Landessportbund.
LED-Flutlichtanlage für TSV 1911 Themar
Der TSV 1911 Themar plant die Installation einer LED-Flutlichtanlage auf dem Hauptplatz. Diese Flutlichtanlage besteht aus vier Masten (jeweils zwei an jeder Längsseite) mit einer entsprechenden Lichtsteuerung. Durch diese Maßnahme kann dann der Rasenplatz auch in den Abendstunden für den Trainings- und Wettkampfbetrieb genutzt werden. Dies ist dringend notwendig. Denn der Verein hat im Nachwuchsbereich in dieser Spielserie alle Altersklassen besetzt. Dazu kommen dann noch die Männer und die Senioren. Somit sind insgesamt zehn Mannschaften im Spiel- und Trainingsbetrieb integriert. Die Maßnahme kostet insgesamt 74.500 Euro. Davon kommen über die LSB-Förderung 44.720 Euro. Ab Oktober – bis dahin soll die Maßnahme abgeschlossen sein - kann die Männermannschaft noch etwas länger trainieren.


