So können die rund 86.000 Sportvereine im Land derzeit rund 29,3 Millionen Mitgliedschaften aufweisen. Das sind mehr als eine halbe Million Mitgliedschaften (+2,18 %) mehr als im Vorjahr. Damit bleibt der organisierte Sport unter dem Dach des DOSB die größte Bürgerbewegung des Landes und bricht zugleich seinen eigenen, gerade erst aufgestellten Mitgliederrekord aus dem vergangenen Jahr.
Auch die Thüringer*innen halten sich zunehmend fit im Verein: 2025 sind im Landessportbund exakt 385.073 Sporttreibende in 3.207 Vereinen organisiert. Dies entspricht einem Plus von 9.076 im Vergleich zum Vorjahr.
DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Dieser erneute Rekord ist ein echter Aufschwung für den Sport und für unsere ganze Gesellschaft. Sport im Verein steigert die Gesundheit, steht für Respekt und Fairplay und sorgt für echten gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dass Sportvereine so beliebt sind wie nie, ist eine gute Botschaft für unser Land. Wenn wir, und damit meine ich ausdrücklich auch die Politik, mehr in den Sport investieren würden, könnten wir das Potenzial der Vereine für unsere Gesellschaft noch viel besser nutzen.“
Mit dem neuen Rekord setzt der organisierte Sport sein bemerkenswertes Wachstum der vergangenen Jahre fort. 2023 konnte mit knapp 28 Millionen Mitgliedschaften ein Zehn-Jahres-Hoch verzeichnet werden. 2024 folgte dann der erste Allzeitrekord seit 2013. Mit dem neuen Höchststand in diesem Jahr wird einmal mehr deutlich, was für einer enormen Beliebtheit die Angebote der Sportvereine sich derzeit erfreuen.
Beachtenswert ist zudem, dass der bisherige Rückgang bei der Anzahl der Sportvereine aus den vergangenen Jahren nahezu zum Stillstand gekommen ist. Laut Bestandserhebung ist bundesweit ein Minus von zwölf Vereinen zu verzeichnen, womit die Gesamtzahl von rund 86.000 Vereinen fast unverändert bleibt. Bei dem gleichzeitigen fortwährenden Anstieg der Mitgliederzahlen deutet diese Entwicklung auf eine zunehmende Professionalisierung der Vereine hin, aber auch auf einen steigenden Druck auf ehrenamtliche Strukturen und die Sportinfrastruktur.
Deutlicher Appell an Politik
Der neue Mitgliederrekord kann deshalb bei aller Freude nicht über die strukturellen Sorgen der Sportvereine hinwegtäuschen. So zeigte zuletzt der Sportentwicklungsbericht im Mai dieses Jahres, dass fast jeder fünfte Verein große bis sehr große Probleme wegen maroder Sportvereinsanlagen meldet. Mehr als jeder sechste Verein sieht sich zudem in seiner Existenz bedroht, weil er es nicht mehr schafft, ausreichend ehrenamtlich Engagierte zu finden und im Verein zu halten.
Sportarten-Trends
Innerhalb der Sportarten lässt sich vor allem erkennen, dass die großen Breitensportarten den Aufwärtstrend stabilisieren. Zuwächse im Fußball, Turnen, Tennis und der Leichtathletik tragen allein zu einem Plus von gut 500.000 Mitgliedschaften bei. Aber auch innerhalb kleinerer Sportarten lässt sich punktuell starkes Wachstum erkennen, so etwa in den Sportarten Dart (+59 %), Cheerleading (+17 %) und Tanzen (+3,5 %).
Deutlich wird einmal mehr, dass die Breite des Sportangebots eine klare Stärke der deutschen Sportvereinslandschaft ist, indem sie Millionen von Menschen passende Angebote machen kann. Der erneute Mitgliederrekord ist somit ein klarer gemeinschaftlicher Verdienst aller Sportvereine und -verbände in ganz Deutschland, den es bestmöglich zu nutzen gilt für unsere Gesellschaft.
zur DOSB-Bestandserhebung 2025
Quelle: DOSB

