Mehrere Meilensteine in diesem Jahr unterstreichen den Fortschritt des Prozesses. Die Zustimmung zu einer nationalen Bewerbung liegt bundesweit aktuell bei 74 Prozent. 70 Prozent glauben, dass sie die allgemeine Grundstimmung im Land eher verbessern würde, 63 Prozent sind überzeugt, dass eine Bewerbung die Menschen im Land fitter machen würde (Quelle: Dimap im Auftrag des DOSB, 12/2025). Nach dem am 26. Oktober gewonnenen Bürgerreferendum in München mit einer Zustimmung von 66,4 Prozent war der DOSB am 28. November in den Continuous Dialogue mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingetreten, wodurch er international offiziell als Interessent für die Ausrichtung der Spiele gilt. Bereits Mitte Oktober hatte sich eine Wirtschaftsinitiative mit mehr als 30 Unternehmen gegründet, die die Bewerbung auch finanziell unterstützen. Am 4. Dezember folgte im Kanzleramt eine gemeinsame politische Vereinbarung, unterzeichnet von Bundeskanzler Friedrich Merz, den beteiligten Städten und Ländern sowie DOSB-Präsident Thomas Weikert.
Bis zum 4. Juni 2026 müssen die vier Bewerber Berlin, Hamburg, München und Köln-Rhein-Ruhr ihre finalen Konzepte beim DOSB einreichen. Anschließend werden diese in fünf Kategorien bewertet und geprüft. Die Kriterien „internationale Wettbewerbsfähigkeit und nationale Akzeptanz“ und „sportfachliche und operative Eignung“ werden durch den DOSB und die olympischen Spitzenverbände bewertet. In der Kategorie „Vision und Legacy“ prüft eine Arbeitsgruppe (AG) die Antworten der Bewerber auf wichtige Leitfragen, zum Beispiel in den Bereichen der Nachhaltigkeit, auf ihre Plausibilität und Einklang mit langfristigen gesellschaftlichen und sportlichen Entwicklungszielen. Eine weitere AG überprüft im Bereich „Kosten und Finanzierung“ die Budgets. Die gemeinsame Leitung dieser AG liegt beim für Sport zuständigen Bundeskanzleramt und dem DOSB. Darüber hinaus sind die zuständigen Bundesministerien Teil dieser AG, die zudem etwaige „Infrastrukturelle Sonderprojekte“ betrachtet. Diese haben keinen direkten Einfluss auf die Umsetzung der Bewerbungskonzepte und sind deshalb nicht prüfungsrelevant.
Außerdem mit 98,13 Prozent beschlossen wurde die Einsetzung einer Evaluierungskommission. Diese überprüft und bestätigt die Ergebnisse des Bewertungsverfahrens auf die Einhaltung der vereinbarten Kriterien und ihre Nachvollziehbarkeit und kann für die abschließende Beschlussfassung auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. September 2026 eine Empfehlung abgeben. Alle Mitglieder der Evaluierungskommission sollen dem DOSB bis 31. Januar 2026 namentlich benannt werden.
Nationale Vision „Unser Land. Fit für die Zukunft.“
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung der nationalen Vision zur Bewerbung mit dem Titel „Unser Land. Fit für die Zukunft.“, die in den vergangenen Monaten gemeinsam von Bundesregierung und DOSB erarbeitet wurde. Sie zeigt auf, warum eine Olympiabewerbung das zentrale sportpolitische Ziel der Bundesrepublik Deutschland ist. Sie soll das Land wieder von seiner eigenen Kraft überzeugen und neue Kräfte freisetzen. Die Bewerbung ist ein nationales Gemeinschaftsprojekt, dessen Wirkung weit über Sport und die Landesgrenzen hinausreicht.
Alle Informationen und Beschlussvorlagen sind auf dosb.de hier zusammengefasst.

