Toller Erfolg für die DLRG Weimar: Der Verein aus Thüringen hat bei den „Sternen des Sports“ in Gold 2025 den beeindruckenden vierten Platz erreicht. Zuvor hatte die Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft mit ihrer Initiative „Ältere Menschen stärken - Gemeinsam aktiv“, begleitet von der VR Bank Weimar, sowohl auf lokaler als auch auf landesweiter Ebene überzeugt und sich damit für das große Bundesfinale in der DZ BANK in Berlin qualifiziert. Seit 2004 verleiht der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zusammen mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken jährlich die „Sterne des Sports“ an Sportvereine aus ganz Deutschland für herausragendes gesellschaftliches Engagement sowie kreative Sportvereinsentwicklung.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender überreichten die Auszeichnungen für die insgesamt 17 Goldsieger am (heutigen) Montag im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung gemeinsam mit dem DOSB-Vorstandsvorsitzenden Otto Fricke und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak. Neben der symbolischen Trophäe erhält die DLRG Weimar für den vierten Platz zudem ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.
„Ältere Menschen stärken - Gemeinsam aktiv“
Die DLRG Weimar engagiert sich mit ihrer Abteilung für Behinderten- und Rehabilitationssport weit über den klassischen Gesundheitssport hinaus und schafft für ältere Menschen sowie Menschen mit Einschränkungen echte Gemeinschaft und Lebensqualität. „Im Mittelpunkt stehen regelmäßige Bewegungsangebote im Wasser und an Land, ergänzt durch den monatlichen ‚Vereinsmittwoch Rehasport‘, der Bewegung mit Austausch, Prävention und sozialer Teilhabe verbindet“, erklärt Vereinsvertreter Paul Werdin. „Themen wie Medienkompetenz, Ernährung oder Erste Hilfe werden praxisnah vermittelt, während gemeinsame Aktivitäten wie Wandertage sozialer Isolation entgegenwirken und den Zusammenhalt fördern.“ Das Engagement zeigt, wie Sportvereine durch niedrigschwellige, mitmenschliche Angebote körperliche Fitness, mentale Stärke und gesellschaftliche Integration bis ins hohe Alter fördern können - als Vorbild für soziale Verantwortung im Vereinssport.
Die Turngemeinde Herford von 1860 feiert den Bundessieg
Die Entscheidung über den Bundessieg bei den „Sternen des Sports“ 2025 traf eine hochkarätig besetzte Expertenjury. Ihr gehörten unter anderem ehemalige Spitzensportlerinnen und heutige DOSB-Mitglieder, Sportjournalisten sowie Sportwissenschaftler an. Die Jury vergab den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2025 sowie einen Siegerscheck über 10.000 Euro an die Turngemeinde Herford von 1860 aus Nordrhein-Westfalen mit der Initiative „Vereinsheld 2025 - Unsere Zukunft ist Ehrenamt“, eingereicht bei der Volksbank in Ostwestfalen. Den zweiten Platz, verbunden mit einem Preisgeld von 7.500 Euro, erreichte der VfB Eilenburg aus Sachsen mit dem Engagement „FairPFIFFEN - Mut braucht Rückhalt“, begleitet von der Volksbank Delitzsch. Über Rang drei und 5.000 Euro freut sich der MTV Stuttgart 1843 aus Baden-Württemberg mit der Gründung einer Parasport-Akademie, begleitet von der Volksbank Zuffenhausen.
Publikumspreis mit einem Prozent entschieden
Wie in den Vorjahren wurde zudem ein separater Publikumspreis vergeben, bei dem die Öffentlichkeit ihre Stimme abgeben konnte; er ging in diesem Jahr in die Region Weser-Ems: Denise de Vries vom VfL Rastede erhielt die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung. 37 Prozent hatten für sie abgestimmt - Paul Werdin von der DLRG Weimar kam auf Platz mit 36 Prozent.
Seit 2004 wird gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen belohnt
Der DOSB und die Volksbanken Raiffeisenbanken würdigen mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ bereits seit dem Jahr 2004 außergewöhnliche gesellschaftliche Aktivitäten in Sportvereinen. Seither flossen tausenden Sportvereinen insgesamt mehr als 9,5 Millionen Euro an Fördermitteln zu. Zum 22. Mal wurden in diesem Jahr nachahmenswerte Initiativen aus Bereichen wie Bildung und Qualifikation, Digitalisierung, Demokratieförderung, Ehrenamtsförderung, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung und Diversität, Integration und Inklusion, Kinder- und Jugendförderung, Klimaschutz sowie Vereinsmanagement und -entwicklung bei den „Sternen des Sports“ ausgezeichnet.
