Max Langenhan krönt sich erstmals zum Olympiasieger

Ein stark verspannter Nacken? Juckt Max Langenhan doch nicht! Nachdem der 26-Jährige vom BRC 05 Friedrichroda in den ersten beiden Läufen schon zweimal Bahnrekord (52,924 und 52,902 Sekunden) im neuen Eiskanal von Cortina gefahren war, ließ er sich auch am nächsten olympischen Wettkampftag nicht beirren. Nächster Bahnrekord im dritten Lauf (52,705), im vierten dann 52,660 Sekunden – das erste Olympiagold für den sechsmaligen Weltmeister mit einer Gesamtzeit von 3:31,191 Minuten war ein Ausdruck gnadenloser Dominanz. Silber ging an den Österreicher Jonas Müller (28) mit 0,596 Sekunden Rückstand, Bronze holte der Italiener Dominik Fischnaller (32/+0,934 Sekunden).

Im Ziel wurde Langenhan vom gesamten deutschen Rodelteam und seiner Freundin gefeiert. „Mir ging so viel durch den Kopf, ich konnte es gar nicht mehr richtig ordnen. Am Ende bin ich einfach nur happy, weil auf dieser Tribüne wahrscheinlich 80 Prozent Leute standen, die mir zugejubelt haben, und das ist die größte Ehre, die man haben kann“, sagte er. „Ich würde die Medaille gerne in 1000 Teile zerteilen, es gibt so viele Leute, die einen Teil dazu beigetragen haben. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal geheult habe, aber das heute war so krass emotional, weil ich das für meinen Jugendtrainer Uwe Lehmann, der das alles leider nicht mehr miterleben kann, weil er beim Klettern viel zu früh verstorben ist, machen wollte, das habe ich mir geschworen.“

Herzlichen Glückwunsch an Max Langenhan und das gesamte Team aus Trainer*innen, Betreuer*innen sowie Familie, Verein und Verband zu Olympiagold!

Quelle: Team Deutschland

© Team Deutschland | Philipp Reinhard


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