Julia Taubitz holt ihr erstes Olympiagold, Merle Fräbel nach Startpatzer auf Platz acht

Der Traum vom deutschen Doppelsieg hatte nach den ersten beiden Läufen fast wie eine Formsache ausgesehen, aber am Ende eines aufregenden zweiten Tages im Einsitzer-Wettkampf der Rodlerinnen konnte im Eiskanal von Cortina nur eine Team-D-Athletin jubeln. Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal), die in Oberhof lebt und am Bundestützpunkt trainiert, brachte ihre Führung trotz eines durchschnittlichen dritten Laufs ins Ziel und siegte in der Gesamtzeit von 3:30,625 Minuten. Damit krönte sich die fünfmalige Gesamtweltcupsiegerin und achtfache Weltmeisterin erstmals auch zur Olympiasiegerin und setzte die seit 1998 anhaltende Erfolgsserie Deutschlands im Einsitzer der Frauen fort.

Ganz bitter lief es für Merle Fräbel (RT Suhl), die nach den ersten beiden Läufen als Zweite klar auf Medaillenkurs lag, dann aber im dritten Durchgang den Start verpatzte und dadurch mit 1,547 Sekunden Rückstand auf Taubitz auf Rang acht durchgereicht wurde

„Ich habe lange nicht mehr so viel geweint, da ist gerade ganz viel abgefallen“, sagte Taubitz, „die vergangenen vier Jahre waren nicht immer leicht, aber es hat sich gelohnt.“ 2022 in Peking war es noch ganz anders gelaufen, als Favoritin stürzte sie damals im zweiten Lauf und verpasste die Medaillen. Nun entlud sich einiges. „Das war mein Kindheitstraum, ich habe schon nicht mehr dran geglaubt. Die Tage hier sind der geilste Tanz meines Lebens.“ Dagegen war Merle Fräbel nur frustriert. „Vielleicht war es zu viel Druck, ich kann es im Moment noch nicht einordnen“, sagte sie.

Herzlichen Glückwunsch an Julia Taubitz zu Olympiagold und auch an Merle Fräbel zu einem achten Platz bei den ersten Olympischen Spielen - die Zukunft gehört dir!

Quelle: Team Deutschland

Ein Traum wurde wahr für Julia Taubitz - Olympiasiegerin. © Team Deutschland | Philipp Reinhard

Freud und Leid - die 22-jährige Merle Fräbel lag lange auf Medaillenkurz. © Team Deutschland | Philipp Reinhard


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