Es hat sich gelohnt! Die Entscheidung von Dajana Eitberger auf den Doppelsitzer umzusteigen, war silberwert! Bei der olympischen Premiere des Frauen-Doppelsitzers gewannen Dajana Eitberger (RC Ilmenau) und Magdalena Matschina (SV Bad Feilnbach) die Silbermedaille. Im Ziel ließ Eitberger ihren Emotionen freien Lauf.
„Es ging schon beim Aufstehen los. Ich war heute sehr emotional, ich habe im Zehn-Minuten-Takt nur geheult. Ich habe die letzten acht Jahre Revue passieren lassen. Da ist unglaublich viel passiert in meinem Leben“, sagte sie. „Ich wusste 2022, dass für mich die Reise bis 2026 weitergeht und dass noch einmal etwas Großes kommt. Dass es im Doppelsitzer ist, daran habe ich 2022 noch nicht gedacht.“
Bei den Männern hoffte Toni Eggert (WSC Oberhof) darauf, sich seinen olympischen Goldtraum verwirklichen zu können. Dafür arbeitete er gemeinsam mit Florian Müller hart, doch mit 0,183 Sekunden Rückstand und Rang vier verpasste der 37-Jährige das Podest knapp.
Biathlon: Voigt beste Deutsche
Ganz knapp verpasste Biathletin Vanessa Voigt, WSV Rotterode, über 15 Kilometer die ersehnte Medaille, dennoch lieferte sie ein starkes Rennen in Antholz ab. Eigentlich ein Grund zur Freude über das sehr gute Ergebnis und den mit Abstand besten Wettkampf dieser Saison, aber bereits in Peking vor vier Jahren wurde sie Vierte. „Ich bin auf der einen Seite unheimlich stolz auf mich, dass ich im olympischen Rennen meine beste Platzierung ausgepackt habe. Auf der anderen Seite bin ich enttäuscht, dass wieder nur der vierte Platz rausgekommen ist. Aber ich habe alles gegeben und kann mir nichts vorwerfen.“
Eisschnelllauf: Gute Ergebnisse für Erfurter
Olympiapremiere für Finn Sonnekalb mit Potentiale nach oben. Von einem grippalen Infekt gehandicapt kam das 18 Jahre alte Supertalent vom ESC Erfurt im 1.000-Meter-Rennen im Mailänder Eisstadion auf Rang zwölf. „Der Lauf war semi-gut, unter den Umständen war er aber okay. Ich bin nicht richtig auf Geschwindigkeit gekommen und hoffe, dass es nächste Woche besser läuft. Erste Devise ist jetzt, gesund zu werden“, sagte der Youngster, der am 19. Februar (16.30 Uhr) über seine Paradestrecke 1.500 Meter antritt. „Die erste Erfahrung war blöd, aber ich habe viel Motivation, es besser zu machen. Mit einer besseren Vorbereitung kommt bestimmt einiges zurück.“ Vereinskollege Moritz Klein lag mit drei Tausendstelsekunden vor Hendrik Dombek (Münchener Eislauf Verein, trainiert in Erfurt) auf einem guten Rang 15.
Herzlichen Glückwunsch an Dajana Eitberger und das gesamte Team aus Trainer*innen, Betreuer*innen sowie Familie, Verein und Verband zu Olympiasilber!


