300.000 Euro für Integration im Sport - Ministerin übergibt Fördermittel 

Beate Meißner, Thüringer Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz, hat dem Landessportbund Thüringen einen Scheck über 300.000 Euro überreicht. Die Fördermittel fließen in das Programm „Integration durch Sport“ und werden für die Anstellung regional tätiger Fachkräfte eingesetzt. Diese Unterstützung ist ein wichtiger Baustein, um Integrationsarbeit im Sport langfristig zu sichern.

Durch die Fachkräfte gelingt es, das Thema in den verschiedenen Regionen Thüringens aktiv voranzubringen und Sportvereine bei dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe zu stärken. Die regionalen Fachkräfte arbeiten direkt vor Ort: Sie organisieren gemeinsame Veranstaltungen mit Sportvereinen, vermitteln Menschen mit Migrationsbiografie in passende Sportangebote und entwickeln eigene Projekte – etwa Kurse zum Erlernen des Fahrradfahrens oder Schwimmens. So entstehen niedrigschwellige Möglichkeiten, um Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Darüber hinaus informieren die Fachkräfte in bestehenden Netzwerken der Flüchtlingsarbeit, in zentralen Gemeinschaftsunterkünften sowie bei Anbietern von Integrations- und Sprachkursen oder an Schulen über die Angebote der Sportvereine und organisieren Weiterbildungen für Engagierte im Sport.

Davon profitieren alle Beteiligten. Auch das Thüringer Ministerium für Justiz, Migration und Verbraucherschutz sowie das Thüringer Landesverwaltungsamt sehen in dem Programm einen wichtigen Beitrag zur Integrationsarbeit und fördern deshalb die derzeit fünf Personalstellen, die beim Landessportbund Thüringen angesiedelt sind.

Ministerin Beate Meißner betonte bei der Scheckübergabe die besondere Bedeutung des Sports für das gesellschaftliche Miteinander: „Integration ist nicht immer einfach – aber durch den Sport oft leichter. Umso wichtiger ist uns diese Unterstützung. Sport verbindet Menschen, Generationen und Kulturen in einem weltoffenen Thüringen.“ Zugleich unterstrich sie, wie wichtig Menschen mit Migrationsgeschichte für den organisierten Sport sind. Ohne sie würde dem Sport in vielen Bereichen etwas fehlen – als Mitglieder, erfolgreiche Einzel- und Teamsportler, Übungsleiterinnen und Übungsleiter oder als ehrenamtlich Engagierte in unterschiedlichen Funktionen.

Aktuell engagieren sich in Thüringen 60 Stützpunktvereine im Programm „Integration durch Sport“. Sie schaffen Begegnungsräume, fördern gegenseitiges Verständnis und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einem offenen und vielfältigen gesellschaftlichen Zusammenleben.

Hier gibt es eine Übersicht zu den Fachkräften


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