GNDTS in der Erfurter „Zentralheize“ - Die Bilder der Sportlerparty

Die Goldene Nacht des Thüringer Sports zur Ehrung der Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 machte am 24. April Station in Erfurt – und sorgte bereits im Vorfeld für große Resonanz. Exakt 336 Gäste wurden in der Zentralheize erwartet, die damit vollständig ausgebucht war. Für den Landessportbund Thüringen und die Stiftung Thüringer Sporthilfe als gemeinsame Veranstalter war dies ein starkes Signal für die Strahlkraft des Thüringer Sports und die Bedeutung dieser besonderen Gala.

Erfurter Premiere in außergewöhnlicher Location
Mit der Zentralheize wurde die Goldene Nacht erstmals in einer der markantesten Eventlocations Erfurts ausgerichtet. Die Kombination aus industriellem Charme und moderner Inszenierung schuf eine eindrucksvolle Kulisse für die Ehrungen und verlieh der Veranstaltung einen ganz eigenen Charakter. Stilvolle Lichtelemente, inszeniert von Motion-Designer Dirk Rauscher, setzten das Event atmosphärisch in Szene und machten die Zentralheize zum Treffpunkt der Thüringer Sportelite.

Die Begrüßung erfolgte durch Prof. Dr. Stefan Hügel, Präsident des Landessportbundes Thüringen, sowie erstmals durch Kristina Vogel als neu gewählte 1. Vorsitzende der Stiftung Thüringer Sporthilfe und selbst sechsfache Thüringer Sportlerin des Jahres als Bahnradsportlerin mit elf WM-Titeln und zwei Olympiasiegen. „Die Goldene Nacht des Thüringer Sports war in diesem Jahr gleich in doppelter Hinsicht ein Grund zum Feiern: Wir würdigten nicht nur die herausragenden Leistungen unserer Sportlerinnen und Sportler, sondern erlebten zugleich einen historischen Moment für den organisierten Sport in Thüringen. Noch nie zuvor waren so viele Menschen Mitglied in unseren Vereinen wie heute. Dieser neue Mitgliederrekord zeigte eindrucksvoll, welche Kraft, welche Gemeinschaft und welche gesellschaftliche Bedeutung im Sport steckt. Darauf konnten wir gemeinsam stolz sein“, betonte Hügel. Das Grußwort der Landespolitik überbrachte Ministerpräsident Mario Voigt.

Festliches Programm mit Show, Ehrungen und starken Momenten
Die Gäste erwartete ein abwechslungsreicher Abend mit emotionalen Rückblicken, Ehrungen in den Kategorien Sportlerin, Sportler, Mannschaft und Ehrenamt sowie unterhaltsamen Showacts. Ein feierlicher Einmarsch der Olympia-Teilnehmenden 2026, begleitet von der Sinfonia Brass Band, eröffnete die Sportparty. Die fünfköpfige Brass Band um Maurizio Accetta aus Köln brachte Stimmung in das Programm und begleitete mit Saxophon, Posaune, Trompete, Sousaphon und Drums musikalisch die Übergabe der Awards der Thüringer Sportlerwahl und lud im Anschluss zum Tanz ein.

Stellvertretend für die 3.189 Thüringer Sportvereine und deren 391.826 Mitglieder standen die jungen Sportakrobatinnen und Sportakrobaten vom MTV 1860 Erfurt auf der Bühne und empfingen zu Beginn der Goldenen Nacht die Gäste am pinkfarbenen Teppich. Wim und Edda sind deutsche Vizemeister in der Altersklasse bis 14 Jahre (Schüler), ebenso wie das Damentrio Henriette, Viktoria und Magdalene bei den Junioren (bis 19 Jahre). Ihr sportliches Ziel ist die Qualifikation für die WM 2026 in Italien.

Durch den Abend führte Moderatorin Stephanie Müller-Spirra, die mit ihrer Mischung aus sportlicher Expertise und Moderationserfahrung für eine lebendige und zugleich würdige Atmosphäre sorgte.

Kulinarisches Konzept setzte auf Regionalität und Erlebnis
Ein besonderes Augenmerk lag auch in diesem Jahr auf dem gastronomischen Angebot. Die Goldene Nacht setzte dabei konsequent auf regionale Produkte. So konnten sich die Gäste unter anderem auf Schmalkalder Weiderind und Rhöner Lamm vom Teppanyaki-Grill freuen, ergänzt durch raffinierte Saucen wie eine Frühburgunder-Thymian-Jus vom Weingut Bad Sulza oder Metaxa-Pfeffersauce. Aus dem Smoker kamen Rippchen und Pulled Turkey, veredelt mit Henry Single-Malt-Whisky.

Darüber hinaus bot das Buffet mit grünem Thai Curry (vegan), Live-Wok-Gerichten mit Thüringer Barthuhn sowie Beilagen wie Herbslebener Rosmarinkartöffelchen, Süßkartoffelpüree und frischen Rustika-Pommes eine große Vielfalt. Regionale Partner wie der Spargelhof Kutzleben, der Biohof Scharf und der Ziegenhof Peter standen für Qualität und Herkunft der Produkte.

Treffpunkt der Thüringer Sportfamilie
Die Goldene Nacht des Thüringer Sports war längst mehr als eine Preisverleihung. Sie war der gesellschaftliche Höhepunkt des Sportjahres im Freistaat und bot Raum für Austausch, Begegnung und Wertschätzung. Nachdem das Programm im großen Kesselsaal beendet war, lief die Aftershowparty mit DJ Maxé, während der Chillout-Loungebereich mit Pianist Vinzenz Heinze zum Netzwerken einlud.

Thüringer Sportlerwahl 2025: Rekordbeteiligung und enge Entscheidungen
Mit insgesamt 11.135 abgegebenen Stimmen verzeichnete die Thüringer Sportlerwahl 2025 eine neue Rekordbeteiligung. Neben dem Publikumsvoting flossen auch Bewertungen von Sportjournalisten und Fachgremien ein. In allen vier Kategorien entschieden oft nur knappe Abstände über die Platzierungen – ein Zeichen für die hohe Leistungsdichte und Vielfalt des Thüringer Sports.

Bei den Frauen gewann erstmals eine Karateka: Mia Bitsch sicherte sich nach internationalen Erfolgen, darunter EM-Titel und World-Games-Sieg, den Titel „Sportlerin des Jahres“. Zweite wurde Rennrodlerin Merle Fräbel vor Rettungsschwimmerin Lena Oppermann. Das Trio stand persönlich auf der Bühne der Goldenen Nacht.

Auch bei den Männern waren alle Platzierten anwesend. Max Langenhan setzte seine Erfolgsserie fort und wurde zum dritten Mal in Folge ausgezeichnet. Dahinter folgten Turner Nils Dunkel und Flossenschwimmer Justus Mörstedt.

Als „Mannschaft des Jahres“ wurden erstmals die RSB Thuringia Bulls geehrt. Das Rollstuhlbasketball-Team überzeugte mit nationalen Titeln und internationaler Konkurrenzfähigkeit. Auf den Plätzen zwei und drei landeten der Thüringer HC sowie das Rennrodel-Duo Orlamünder/Gubitz. Auch hier erfolgte die Übergabe der bunten Pokale aus Plexiglas und Holz persönlich.

In der neuen Kategorie „Ehrenamt des Jahres“ gewann das Organisationsteam des Erfurter Nachtlaufs 2025. Die Auszeichnung würdigte stellvertretend das große Engagement der Ehrenamtlichen im Thüringer Sport. Die Plätze zwei und drei belegten das Trainerteam Nadine Breier, Marcus Mühr und Peter Hopf von Special Olympics Thüringen, die zu den World Games die Athletinnen und Athleten vor Ort betreut hatten, sowie das Organisationsteam des RSC Turbine Erfurt.

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