Mit dem Gütesiegel setzen die Mitarbeiter*innen ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Inklusion, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig versteht sich der organisierte Sport damit als Vorbild für seine Mitgliedsorganisationen und als lernende Organisation, die die eigene Entwicklung kontinuierlich reflektiert. „Einfach machen, Integration vorleben, gemeinsame Projekte mit den Mitgliedern umsetzen und kontinuierlich Barrieren abbauen – im Kopf und auf den Sportplätzen, das macht der Landessportbund mit Freude und Engagement“, mit diesen Worten lobte Christine Sommer vom Büro der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge das Wirken des Landessportbundes Thüringen im Rahmen der Übergabe. Ausstellerin des Gütesiegels ist zudem die Fachstelle Interkulturelle Öffnung des AWO-Regionalverbands Mitte-West-Thüringen, vertreten durch Einrichtungsleiterin Maria Brückner.
Für den Landessportbund ist die erneute Auszeichnung Ausdruck dafür, dass Vielfalt, Respekt und Teilhabe fest im Selbstverständnis des Sports verankert sind – beginnend in der eigenen Geschäftsstelle. Zugleich setzt die Zertifizierung ein deutliches Zeichen nach außen für Offenheit und Wertschätzung im Thüringer Sport.
Thomas Zirkel, Hauptgeschäftsführer des LSB Thüringen, betont:
Mit dem Gütesiegel will der LSB zeigen, dass er ein vielfältiges Thüringen im Blick hat und diese Vielfalt stärken möchte. Möglichst alle Menschen sollen sich im Sport und in ihren Organisationen willkommen fühlen und daran teilhaben. Die Re-Zertifizierung ist ein weiterer Schritt, um diese Arbeit fortzusetzen und zu stärken.
Bereits seit 2018 ist das Thema intern mit der Steuerungsgruppe „Vielfalt“ strukturell im LSB Thüringen verankert. Seitdem wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die gleichberechtigte Teilhabe vielfältiger Menschen in der Geschäftsstelle und im organisierten Sport zu stärken. Dazu gehören vielfaltssensible Stellenausschreibungen, gendergerechte Sprache, Informationen in leichter Sprache sowie mehrsprachige Angebote. Ergänzt wird dies durch interne Workshops, Qualifizierungen und Veranstaltungen zu migrations- und vielfaltsspezifischen Themen.
Eine wichtige Basis dabei ist das Programm „Integration durch Sport“, welches in diesem Jahr 35-jähriges Bestehen feiert. Im Durchschnitt engagieren sich über 60 Stützpunktvereine pro Jahr für das Miteinander im Sport und darüber hinaus, von den mehr als 200 ehrenamtlichen Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die über das Programm gefördert werden, verweisen 26 Prozent auf eine Migrationsbiografie und es werden immer mehr. So finden regelmäßig sportartspezifische Trainerausbildungen für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte statt.
Für den Thüringer Sport ist Vielfalt gelebter Alltag. Die 3.189 Sportvereine im Freistaat mit ihren und 392.000 Mitgliedern stehen für Teamgeist, gegenseitige Wertschätzung und ein demokratisches Miteinander – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder individuellen Lebenswegen. Das Gütesiegel unterstreicht diesen Anspruch und ist zugleich Motivation, die interkulturelle Öffnung auch künftig aktiv im Thüringer Sport weiterzuentwickeln.
