Eisschnelllauf: LSB begrüßt konstruktiven Dialog zur Zukunft des Bundesstützpunktes Erfurt

Der Landessportbund Thüringen begrüßt die am 7. Juli in Berlin erzielte Verständigung zwischen Thüringens Sportminister Stefan Gruhner, der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG), dem Thüringer Eis- und Rollsportverband (TERV), Vertreterinnen und Vertretern der Athleten sowie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Zukunft des deutschen Eisschnelllaufs in Thüringen. Auch wenn der Landessportbund selbst nicht an dem Gespräch beteiligt war, wertet er die Ergebnisse als wichtiges Signal für eine konstruktive Annäherung und einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Lösung.

Bei dem Treffen in der Thüringer Landesvertretung verständigten sich die Beteiligten auf ein Moratorium. Demnach werden die strittigen Punkte der Athletenvereinbarungen der DESG bis zur Entscheidung über die zukünftige Stützpunktstruktur ausgesetzt. Zudem bestand Einigkeit darüber, dass die anstehenden Strukturentscheidungen des DOSB und des Bundes abgewartet werden und die Entscheidung über die Bundesstützpunkte transparent, nachvollziehbar und auf einer belastbaren sportfachlichen Grundlage erfolgen soll. Gleichzeitig bekannten sich alle Gesprächspartner zur besonderen Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die Athletinnen und Athleten und vereinbarten, den begonnenen Dialog partnerschaftlich fortzusetzen.

Der Chef der Thüringer Staatskanzlei und Thüringens Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Stefan Gruhner bezeichnete das Gespräch als wichtigen Schritt: „Ich danke den beiden Präsidenten Matthias Große und Michael Schneider für den konstruktiven Austausch und die Übereinkunft einer tragfähigen Zwischenlösung im Interesse der Athletinnen und Athleten. Die Thüringer Landesregierung ist sich sicher, die Entscheidungsträger von den hervorragenden Bedingungen für den Spitzen- und Nachwuchsleistungssport am Bundesstützpunkt Erfurt zu überzeugen.“

Auch der Landessportbund Thüringen sieht in der Verständigung ein positives Signal. So erklärt Dr. Bernd Neudert, LSB-Geschäftsführer Leistungssport und Leiter OSP Thüringen:

„Das Treffen stimmt uns optimistisch, dass nun Bewegung in den langwierigen Konflikt kommt. Genau dieses Signal war jetzt wichtig. Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt, eine tragfähige und nachhaltige Lösung im Sinne der Leistungsentwicklung der Athletinnen und Athleten zu finden. Sie brauchen Planungssicherheit und ein Umfeld, das ihnen eine konzentrierte Saisonvorbereitung ohne zusätzliche mentale Belastungen ermöglicht. Ihr Fokus muss auf Training und Wettkampf liegen. Dafür brauchen sie Vertrauen, Stabilität und Verlässlichkeit. Erfurt ist seit vielen Jahren ein erfolgreicher Bundesstützpunkt im Eisschnelllauf. Die herausragenden Leistungen der vergangenen Jahre sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer einzigartigen Infrastruktur: moderne Sportstätten, das Sportgymnasium, starke Förderstrukturen, die Unterstützung der Politik und das enge Zusammenspiel aller Partner im Leistungssport. Diese gewachsenen Strukturen – vom Nachwuchs- bis in den Spitzensport – sind ein entscheidender Erfolgsfaktor und dürfen nicht gefährdet werden.“

Für Landespolitik und Landessportbund steht fest, dass Erfurt auch künftig Bundesstützpunkt bleiben muss. Der Landessportbund Thüringen setzt darauf, dass der nun begonnene Dialog konsequent fortgeführt wird und die anstehenden Entscheidungen über die zukünftige Stützpunktstruktur auf Grundlage sportfachlicher Kriterien getroffen werden. Ziel müsse es sein, den Athletinnen und Athleten schnell Planungssicherheit zu geben und den erfolgreichen Leistungs- und Nachwuchsleistungssportstandort Erfurt dauerhaft zu sichern.

Quelle: Medieninfo TSK/ LSB

Für Landespolitik und Landessportbund steht fest, dass Erfurt auch künftig Bundesstützpunkt bleiben muss, im Bild Finn Sonnekalb. Foto: Sascha Fromm


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