Thüringer Sportstars und über 1.100 Gäste feierten gemeinsam beim Ball des Thüringer Sports

Erstmals ausverkauft war der Ball des Thüringer Sports bei seiner sechsten Auflage am 14. April in der Messe Erfurt. Über 1.100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien sowie Sportfans feierten mit den Thüringer Sportstars und den Gastgebern vom Landessportbund und der Stiftung Thüringer Sporthilfe eine rauschende Ballnacht.

Kristina Vogel hatte die Lacher des Ballpublikums kurz vor Mitternacht auf ihrer Seite. Welches Fortbewegungsmittel sie in ihrer Freizeit bevorzuge, wurde die frischgekürte Sportlerin des Jahres 2017 beim Ziehen der Gewinnspielsieger von Ball-Moderator Peter Rüberg gefragt. „E-Bike“ antwortete die so erfolgreiche Bahnrad-Sportlerin keck. Das saß! Die motorisierte Unterstützung hielt Vogel aber nicht davon ab, bereits zum fünften Mal den Titel als Thüringer Sportlerin des Jahres einzuheimsen und damit gleichzuziehen mit der früheren Biathletin Andrea Henkel. Die Gewinner der Thüringer Sportlerwahl wurden bereits zum Jahresende 2017 in einer gemeinsamen öffentlichen Umfrage des Landessportbundes, der Stiftung Thüringer Sporthilfe und dem Thüringer Sportjournalistenclub ermittelt – nun war es Zeit für die offizielle Ehrung. Vogel, die im pinken Ballkleid erschien, verwies Tatjana Hüfner auf Rang zwei. Die Rennrodel-Weltmeisterin, die in der Umfrage vor Beachvolleyball-Europameisterin Julia Großner landete, lüftete am Ballabend das Geheimnis, noch ein Jahr weiter machen zu wollen! Vom aktiven Leistungssport verabschiedet wurden unter dem lauten Applaus von 1.100 Gästen hingegen Eisschnellläuferin Judith Dannhauer, Skilangläufer Tim Tscharnke und Bahnradsprinter René Enders.


Rad-Star Kittel als begehrtes Fotomodel
Noch lange nicht ans Aufhören denkt die erstmals gewählte Thüringer Mannschaft des Jahres, das Rennrodel-Doppel Toni Eggert und Sascha Benecken, auch wenn letzterer zugab, die getrennte Zeit voneinander gelegentlich genießen zu können. Fast auf sich allein gestellt waren am Ballabend die schwangere THC-Kapitänin Kerstin Wohlbold und die verletzte Mitspielerin Anne Hubinger. Während die Mitspielerinnen vom Thüringer HC parallel um wichtige Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft in der Handball-Bundesliga kämpften, nahmen Wohlbold und Hubinger den Pokal für Platz zwei entgegen. Dritter wurde das Bobteam um Pilotin Mariama Jamanka, die zunächst die Tanzfläche enterte und später barfuß die zahlreichen sportlichen Mitmachangebote im Foyer der Messehalle ausprobierte.
Etwas ruhiger am Ballabend angehen ließ es der fünffache Etappensieger der Tour de France 2017, Marcel Kittel, der den Auftritt in seiner Thüringer Heimat sichtlich genoss und zu den begehrtesten Selfie-Fotomodels gehörte. Kittel wurde bereits zum dritten Mal als Thüringer Sportler des Jahres geehrt, während der Vorjahres-Gewinner Thomas Röhler dieses Mal auf Rang drei landete. Nur 0,1 Prozent hatte der Speerwerfer Rückstand auf den Zweitplatzierten Biathlet Erik Lesser, der diesmal urlaubsbedingt per Videobotschaft grüßte.

Große Bühne für die Ehrenamtlichen des Jahres
Im Rampenlicht standen auch jene Personen, die sonst oft unerkannt im Hintergrund arbeiten. Die Thüringer Ehrenamtlichen des Jahres wurden zum vierten Mal im Rahmen des Balls des Thüringer Sports ausgezeichnet. Die Ehrung als „Thüringer Trainer des Jahres 2017“ ging an René Richter. In der Taekwondo-Abteilung des TuS Osterburg 90 Weida ist er  nicht nur Trainer, sondern steht seit 2015 als Präsident wieder an der Spitze des Landesverbandes. Als „Kamprichter des Jahres 2017“ wurde Biathlon-Kampfrichter Gerhard Köhler vom SV Eintracht Frankenhain ausgezeichnet, der als Rentner noch immer Kampfrichterreferent im Thüringer Skiverband ist. Gleich ein ganzes Team, bestehend aus Steffen Müller, Uwe Schübl und Jan Wolf, wurde als Sportorganisatoren des Jahres geehrt. Die Mitglieder des RSV Blau-Weiß Gera organisieren jährlich die Geraer Rollsporttage, zu denen 600 internationale Speedskater an den Start gehen. Groß war die Freude auch bei Skilangläuferin Melanie Göpfert vom SV Schleusingen 90, die als erste Special-Olympics-Athletin zur Thüringer Behindertensportlerin des Jahres gewählt wurde.


Gleich doppelt am Ballabend im Einsatz war Turner Nils Dunkel. Zunächst zeigte er – umrahmt von den Turnflöhen des MTV 1860 Erfurt – seine Künste am Pauschenpferd, später wurde er wie Bahnrad-Sprinterin Pauline Grabosch als Aufsteiger des Jahres 2017/18 geehrt. Neben Dunkel wussten auch die weiteren Showacts zu gefallen. Der Circus Gaudimus zeigte im Jahr des 25-jährigen Bühnenjubiläums eine Show voller „Olympic Moments“ und die Trampolin-Springer von Tramphouse zogen das Ballpublikum mit ihren spektakulären Sprüngen vollends in ihren Bann.
Für eine volle Tanzfläche sorgte erneut die Showband „Annred“ im XXL-Format.In den Tanzpausen konnten bei entspannter Musik von DJ „Max und Moritz“ in der Sportlounge Kontakte geknüpft oder sich bei den verschiedenen sportlichen Mitmachangeboten im Foyer ausgetestet werden. „Die große Resonanz des Abends hat unsere Erwartungen übertroffen und zeigt, dass sich die Veranstaltung bei der sechsten Auflage als feste Größe in der Ballszene etabliert hat und der Thüringer Sport genau solch ein Event braucht“, resümierte LSB-Präsident Peter Gösel zufrieden.

Die Thüringer Sportlerinnen des Jahres 2017: Bahnradsprinterin Kristina Vogel (Bildmitte), Rennrodel-Weltmeisterin Tatjana Hüfner (links) und Beachvolleyball-Europameisterin Julia Großner (rechts). Foto: Andreas Hultsch

Die Thüringer Mannschaft des Jahres 2017, das Rennrodel-Doppel Toni Eggert und Sascha Benecken. Foto: Andreas Hultsch

Die Thüringer Sportler des Jahres 2017: Radsprinter Marcel Kittel und Speerwerfer Thomas Röhler gemeinsam. Foto: Karina Heßland-Wissel


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