All together-Cup 2021: Hermsdorf gewinnt 25. Jubiläumsauflage des Integrationturniers

Der vom Thüringer Fußball-Verband und Landessportbund Thüringen organisierte 25. „All together Fußball - Cup 2021“ fand am 25. September mit dem Thüringenfinale in Erfurt seinen Abschluss. Das Team „Jesus Center Hermsdorf“ kickte zum ersten Mal bei diesem traditionsreichen Turnier, welches 1997 ins Leben gerufen wurde und gewann direkt den goldenen Pokal.

Im großen Finale standen sich unter den Augen von Dirk Adams, Thüringer Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz und Peter Brenn, Ehrenmitglied des Thüringer Fußball-Verbandes und langjähriger Begleiter der „All together“-Turniere die Mannschaften AWO Weimar und das „Jesus Center“ Hermsdorf gegenüber. Beide Teams standen verdient im Finale. Ein Sonntagsschuss vom Hermsdorfer Wilfried Gebhardt entschied das Spiel und das Jesus Center Hermsdorf gewann das traditionsreiche Turnier.

Das sehr faire Turnier wurde von den Schiedsrichtern Klaus Roth, Lutz Rinck und Lampros Ntoulias sehr umsichtig und souverän geleitet. Nach dem sportlichen Abpfiff gab es noch viel Austausch der Teilnehmenden rund um das Thema Integration durch Sport. Der Gedanke für diese Art der sozialen Integration durch sportliche Begegnungen von Mannschaften mit Migrationshintergrund und einheimischen Teams wurde durch den Thüringer Fußballverband mit dem damaligen TFV-Präsidenten Rainer Milkoreit und dem Projekt des Landessportbundes Thüringen „Sport für Alle- Sport mit Aussiedlern“ entwickelt. Aus dem Projekt „Sport für Alle“ entwickelte sich 2002 das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (IdS), das in Thüringen in diesem Jahr 30 Jahre besteht. Die Turniere des All together Cup tragen dazu bei, dass Fußballinteressierte Spieler mit Migrationshintergrund den Weg in Thüringer Sportvereine finden.

Die Jubiläumsauflage wurde maßgeblich organisiert durch die Fachkräfte „Integration durch Sport“ Armin Romstedt und Bernd Bock. Die Turnierleitung oblag dem Landessportbund.

In vier Vorrunden-Turnieren die mit anerkannten Stützpunktvereinen des Programms IdS in Zottelstedt, Birkungen, Suhl und Schmölln durchgeführt wurden, qualifizierten sich die jeweils zwei besten Teams für das Thüringenfinale. Einige teilnehmende Mannschaften starteten für Stützpunktvereine, andere Teams wurden von Migrantenorganisationen und Netzwerkpartnern entsendet. Insgesamt acht Mannschaften hatten sich für das große Finale in den Vorrunden qualifiziert.

In Erfurt waren aufgeteilt in zwei Staffeln mit je vier Mannschaften 12 Spiele zu absolvieren bevor die beiden ersten jeder Staffel das Halbfinale bestreiten konnten. Im ersten Halbfinale standen sich die Mannschaften Ariana Erfurt I und AWO Weimar gegenüber. Nach einem verteilten Spiel mit wenigen Torchancen schaffte Weimar eine Minute vor Spielende das entscheidende 1:0. Im zweiten Halbfinale trennten sich die Mannschaften Adelan Jena und Jesus Center Hermsdorf 0:0, so dass ein spannendes Neunmeterschießen entscheiden musste. Hier hatten die Hermsdorfer das bessere Ende für sich und gewannen mit 5:4. Es folgte das Spiel um Platz 3 zwischen Ariana Erfurt I und Adelan Jena, das 0:0 endete. In der Entscheidung hatte Adelan Jena dieses Mal die besseren Nerven und gewann mit 4:3.

Auszeichnungen:

  • „Bester Torschütze“ mit 4 Toren: Akbar Zafari - Adelan Jena
  • „Bester Spieler“: Yones Rezein – AWO Weimar
  • „Bester Torwart“ Rohman Mahebbi – Ariana Erfurt I

Endplatzierungen:

  1. Jesus Center Hermsdorf
  2. AWO Weimar
  3. Adelan Jena
  4. Ariana Erfurt I
  5. Arians Erfurt II
  6. Kraftverkehr Heiligenstadt
  7. Verein Ukrainische Landsleute in Thüringen
  8. AfG Eichsfeld

Quelle: Bernd Bock, Thüringer Fußball-Verband

Spannende Halbfinale: erst im Neunmeterschießen setzte sich jeweils das Siegerteam durch. Fotos: LSB Thüringen

Die Siegerehrung führte Integrationsminister Dirk Adams gemeinsam mit Peter Brenn, Ehrenmitglied des Thüringer Fußball-Verbandes, und Annemarie Brendel, Sachgebietsleiterin Gesellschaftliche Verantwortung im Thüringer Fußball-Verband durch.


Unsere Partner