Coronavirus
Informationen für Sportvereine und Verbände

Der Weg zurück in ein vielfältiges vereinsbasiertes Sporttreiben ist noch lang. Bei allen sportlichen Handlungen hat die Gesundheitsprävention Vorrang! Der Landessportbund Thüringen appelliert an seine 3.384 Mitgliedsvereine, auch weiterhin verantwortungsvoll mit den Infektionsschutzmaßnahmen umzugehen.

Gerade in der aktuellen Situation ist der Stellenwert des Sports umso wichtiger. Er stärkt die Gesundheit, baut Stress ab und wirkt präventiv. Zudem sagen zunehmend mehr Experten und Studien aus, dass die Gefahr, sich beim Sport zu infizieren, sehr gering ist. Hingegen gilt davor oder danach erhöhte Vorsicht. In Umkleide- und Duschbereichen ist der Mindestabstand dringend einzuhalten. Zudem sind eine gute Durchlüftung und das Führen von Teilnehmerlisten zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten unabdingbar.

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Aktuelle Regelungen für den Sportbetrieb

Die vom 2. bis zunächst 30. November gültige Thüringer SARS-CoV-2-Sondereindämmungsmaßnahmenverordnung ermöglicht nur einen stark eingeschränkten Sportbetrieb.

Achtung: Die Thüringer Verordnung für den Sport kann in den Landkreisen, kreisfreien Städten und Kommunen unterschiedlich gehandhabt bzw. durch Allgemeinverfügungen weiter eingeschränkt werden!

FAQ - Was gilt für den Sportbetrieb?

  • Ist Sport aktuell möglich?
  • Gibt es Ausnahmen bzw. was heißt Individualsport?
  • Ist Schul- und Schwimmunterricht erlaubt?
  • Wie kann ich meinen Schwimmnachweis für das Deutsche Sportabzeichen nachholen?
  • Sind die Sportstätten weiterhin geöffnet?
  • Können Schulturnhallen für den Kinder- und Jugendsport genutzt werden?
  • Wie ist der Leistungssport geregelt?
  • Was sind Profisportvereine?
  • Ist Rehasport erlaubt?
  • Sind Arbeitseinsätze in einem Verein erlaubt?
  • Können Mitgliederversammlungen sowie Vorstandssitzung stattfinden?
  • Welche Verordnung ist aktuell anzuwenden?
  • Bis wann gilt die Sonderverordnung?
  • An wen kann man sich wenden, wenn man unsicher ist?

Soforthilfeprogramme für den Sport

Corona-Überbrückungshilfe II: Sportvereine antragsberechtigt

Die 2. Phase der Überbrückungshilfe des Bundes umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021 - bis dahin können auch Sportvereine diese Soforthilfe für kleine und mittelständische Unternehmen sowie gemeinnützige Unternehmen, die dauerhaft am Markt wirtschaftlich tätig sind, beantragen.

Fördervoraussetzung ist, dass der Umsatz (einschließlich Spenden und Mitgliedsbeiträge) um mindestens 30 Prozent im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr zurückgegangen ist. Die Überbrückungshilfe (2. Phase) erstattet einen Anteil in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent, 60 Prozent bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent sowie 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent und < 50 Prozent.

Der Antrag ist über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer bei der Thüringer Aufbaubank zu stellen.

Förderfähige Kosten sind zum Beispiel Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Darlehen, Leasingraten, Steuerberatungskosten, Grundsteuern oder Raumkosten (Wasser, Strom, Reinigung usw.). 

Weitere Informationen:

www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de 

www.aufbaubank.de/Corona

Novemberhilfe: jetzt beantragen!

Die Bundesregierung unterstützt mit einer weiteren Corona-Wirtschaftshilfe Unternehmen, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die vom sogenannten Teil-Lockdown im November betroffen sind. Anträge sind ab sofort möglich. Der DOSB und die Sportminister der Länder haben sich dafür eingesetzt, Sportvereinen und Selbstständigen im Sport einen unbürokratischen Zugang zu dieser „Novemberhilfe“ zu ermöglichen. Viele Vereine betreiben auch unternehmerische Tätigkeiten. In diesen steuerlichen Bereichen gibt es längst massive pandemiebedingte Schäden, die sich auch negativ auf den ideellen Bereich auswirken. Beispiele sind der Betrieb von Fitnessstudios oder Umsatzeinbußen im ärztlich verordneten Rehabilitationssport. Wichtig ist auch die Berücksichtigung von Übungsleitern und Trainern, die häufig als Soloselbstständige tätig sind, und ihren Beruf - zumindest temporär - nicht ausüben dürfen.

Um einem Missbrauch vorzubeugen, ist auch bei diesem Hilfsprogramm die Antragsstellung durch Steuerberater und/oder Wirtschaftsprüfer notwendig. Soloselbstständige können die Hilfe direkt beantragen. Fördergrund ist der Wegfall der Geschäftsgrundlage durch den Teil-Lockdown. Hier werden bis zu 75 Prozent der Umsätze aus dem Vorjahresmonat November erstattet. Im ersten Schritt sollen Abschläge in Höhe von bis zu 50 Prozent der beantragten Novemberhilfe kurzfristig noch im November ausgeschüttet werden.

FAQ Bundesfinanzministerium

Anmeldetool


Rechtliche und sonstige Informationen

Mitgliederversammlungen und Beschlussfassungen in Zeiten von COVID 19

Präsenzveranstaltungen in Zeiten von Corona sind nicht oder nur schwer durchführbar und die Satzungen beinhalten in den wenigsten Fällen Regelungen für derartige Ausnahmesituationen. Deshalb hat der Gesetzgeber übergangsweise Ausnahmeregelungen geschaffen. Diese gelten zunächst für das Jahr 2020, können aber verlängert werden.

Danach können Beschlüsse mit Mitgliederversammlung aber auch ohne Mitgliederversammlung gefasst werden. Bevor der Vorstand oder das Präsidium eine Entscheidung treffen, lohnt sich ein Blick in die Satzung, um festzustellen, welche Beschlüsse überhaupt gefasst werden müssen.

Übergangsweise ist etwa möglich, dass der Vorstand/ das Präsidium Mitgliedern gestatten kann, an der Mitgliederversammlung elektronisch (z.B. per Video oder per Telefon) teilzunehmen. Der Vorstand kann also entscheiden, eine virtuelle Mitgliederversammlung durchzuführen. Vereine können aber auch Beschlüsse ohne Mitgliederversammlung fassen. Dazu müssen alle Mitglieder an der Beschlussfassung beteiligt werden.

Zudem ist am 28. Oktober 2020 die lange antizipierte Verlängerung der BGB-Sonderregeln (§§ 1 bis 5 gemäß $7 Absatz 1 bis 5) unter anderem im Vereinsrecht im Kontext mit der Pandemie bis zum 31. Dezember 2021 erfolgt. Damit dürfen auch Vereine, die in ihrer Satzung bislang die Durchführung einer digitalen Mitgliederversammlung nicht aufgenommen haben, von dieser Option im Jahr 2021 Gebrauch machen.

weitere Informationen zur Mitgliederversammlung

GEMA: Jahres-Lizenzgebühr gesenkt, virtuelle Trainingsangebote“ abgedeckt

Die GEMA hat auch für den erneuten Lockdown zugesichert, dass Online-Trainingsangebote via Youtube oder ähnlichen Kanälen mit Musiknutzung über den Pauschalvertrag abgegolten sind und keine Zusatzkosten entstehen. Nur wenn die Übertragung auf der Homepage auch danach beibehalten werden soll, ist eine separate Lizensierung über die GEMA erforderlich. 

Zudem verzichtet die GEMA aufgrund des deutlich geringeren Umfangs der Musiknutzung in Sportvereinen für jeden Monat der angeordneten Schließungen auf 6 Prozent der vertraglich vereinbarten Jahres-Lizenzgebühr. Dieser Betrag wird im Rahmen der Lizenzgebühren für das 1. Halbjahr 2021 verrechnet. 

Zusammenfassung:

  • Für Inhalte mit Musik von Sportvereinen auf Youtube und anderen Plattformen entstehen keine zusätzlichen Lizenzkosten
  • Sportvereine, die mit dem DOSB Einzellizenzverträge für Musiknutzungen in Hallen etc. abgeschlossen haben, müssen für die Schließzeiträume keine Lizenzgebühren bezahlen; die Rückzahlungsanträge werden online erfolgen; über das Prozedere werden die Sportvereine gesondert informiert.
  • Sollten Sportvereine nach Corona das Kursangebot etc. weiterhin über die Social Media Plattformen anbieten wollen, fallen keine zusätzlichen Kosten an.
  • Sollten Sportvereine diese Angebote über die eigenen Homepages anbieten wollen, bedarf es einer Lizenzierung nach Tarif VR-OD-10 oder der Pauschalvertrag wird erweitert

weitere Infos der GEMA hier

FAQ Corona und GEMA

Weiterführende Informationen und Links

Videokonferenzen kostenfrei durchführen

Um seine Sportvereine zu unterstützen, stellt der LSB Thüringen im Zuge der COVID-19-Krise das Videokonferenzsystem „BigBlueButton“ kostenlos zur Verfügung.

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