Inklusion im Thüringer Sport

„Sport für alle“ ist schon immer das Anliegen des Sports. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist im deutschen Sport ein wichtiges Thema. 

Viele Sportangebote für Menschen mit Behinderung sind in den Sportvereinen bereits verankert. Der Sport besitzt die Möglichkeit, Menschen über Beeinträchtigungen hinweg zu verbinden und Inklusion zu leben.

Basierend auf den Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention hat der 9. Landessporttag 2015 eine Grundsatzerklärung „Inklusion im Thüringer Sport“ verabschiedet. Die Erklärung drückt den Willen des Landessportbundes aus, sich für Inklusion im Sport stark zu machen.

Der Landessportbund Thüringen versteht Inklusion als eine selbstbestimmte, gleichberechtigte und gleichwertige Teilnahme von Menschen mit und ohne Behinderung im und durch den Sport.

Paralympischer Leistungssport

Inklusion im Sport bedeutet auch die Strukturen und Einrichtung im Leistungssport für Sportler mit und ohne Behinderung gleichermaßen nutzbar zu machen. Auch wenn grundsätzlich die Entwicklung des paralympischen Leistungssports Aufgabe der Behindertensportfachverbände ist, möchte der Landessportbund Thüringen bei der Entwicklung unterstützen. 

Der Olympiastützpunkt ist seit 1993 für Sportler mit Behinderungen geöffnet. Dieser wurde in der Vergangenheit vor allem in der Sportart Leichtathletik durch Sportler mit Behinderung genutzt. Auch die Thüringer Sporthilfe fördert über Jahre hinweg Sportler aus dem paralympischen Bereich. Am Erfurter „Pierre-de-Coubertin-Gymnasium“ trainiert seit dem Schuljahr 2016/2017 ein Nachwuchssportler mit Behinderung in der Sportart Tischtennis.

Inklusion im Sport hat viele Vorteile:

  • Trainingsstätten mit vielen Trainingsmaterialien
  • gemeinschaftliches Miteinander
  • gut ausgebildete Trainer
  • Trainingseffekt im Miteinander

Lisa Kalkofe

Geschäftsbereichsleiterin, Referentin Frauen, Gleichstellung und Inklusion

Tel: 0361 34054-39

Termine

Zuständigkeiten im Behindertensport. Grafik: LSB Thüringen

Inklusionspreis

Der Landessportbund Thüringen stiftet zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Freistaates Thüringen einen Inklusionspreis im Thüringer Sport. Angespornt durch das Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention und den Thüringer Maßnahmeplan zur Umsetzung der Konvention möchte der LSB Thüringen kreative Ideen bei der Umsetzung von Inklusion honorieren. Die Maßnahmen oder Projekte müssen zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 15. Juni 2019 umgesetzt worden sein.

Bewerbung

Eine Bewerbung sollte sich an folgenden gleichrangigen Kriterien orientieren:

    • Förderung von Begegnungen von Personen mit und ohne Behinderung
    • gemeinsame Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung am Vereinsleben
    • Nachhaltigkeit, so dass die Begegnung und Teilhabe über ein Sportangebot hinaus gestaltet wird
    • die Maßnahmen und Projekte haben zum Ziel die gemeinsame sportliche Aktivität der Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern
    • die Bewerber setzen sich aktiv für den Abbau von Barrieren ein (z.B. bauliche Barrieren oder Barrieren in der Weitergabe von Informationen)

    Preisgelder

    Für ihr Engagement sowie für die Förderung und weitere Entwicklung inklusiver Angebote und Maßnahmen erhalten die Preisträger folgende Preisgelder:

    1. Preis: 2.500 Euro
    2. Preis: 1.500 Euro
    3. Preis: 1.000 Euro
    4. Preis: 500 Euro
    5. Preis: 500 Euro

    Landkarte der Inklusionsangebote

    Auf der nachfolgenden Karte finden Sie Sportangebote für Menschen mit Behinderung.


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